ERREICHBAR: Mo. bis Fr. 8.00 bis 19:00 Uhr - Tel. 040 - 767 57 154
Schnelle und sichere Lieferung
Swipe to the left

Die richtige Schaftlänge für Ihren Außenborder

Die richtige Schaftlänge für Ihren Außenborder
1 month ago

Bei Außenbordmotoren ist neben der Leistung und anderen technischen Daten auch die Schaftlänge angegeben. Durch diese Länge wird die Lage der Schraube relativ zum Boot bestimmt. Wird ein Motor mit zu kurzer Schaftlänge eingesetzt, kann der Außenborder plötzlich Luft ziehen. Das führt unweigerlich zu einem Überdrehen des Rotors und kann den Motor sogar im schlimmsten Fall zerstören. Ragt der Motor zu tief in das Wasser, erhöht sich der Tiefgang und der damit Widerstand des Bootes. Außerdem kann es zu unerwünschten Schwingungen vom Bootsmotor kommen, die ebenfalls zu Schäden führen können. Es ist also äußerst wichtig, die korrekte Schaftlänge zu ermitteln, um weder Boot, Motor noch Mensch zu schaden.

So ermitteln Sie die Schaftlänge:

Um die benötigte Schaftlänge zu ermitteln, wird die Länge zwischen der Oberkante des Spiegels und der Unterkante des Bootsrumpfes gemessen:

Bei einem Abstand von 38 cm (15 Zoll) wird ein Außenborder mit Kurzschaft (auch Normalschaft genannt) gebraucht. Bei einem Abstand von 51 cm (20 Zoll) ist ein Motor mit Langschaft zu verwenden. Bei 64 cm (25 Zoll) Abstand zwischen Spiegel und Unterkante braucht man einen Außenborder mit Superlangschaft und bei 76 cm (30 Zoll) Abstand einen Ultralangschaft Motor.

Die letzten beiden Schaftlängen werden oft für Segelboote und Segelkatamarane benötigt. Über eine Veränderung des Spiegels kann der richtige Sitz des Motors angeglichen werden. Schneidet man ein Stück des Spiegels runter, lässt sich der Bootsmotor absenken. Eine Erhöhung durch das Hinzufügen eines Keils oder Polsters hebt den Motor demnach an. Hierbei sollte man jedoch nicht zu rabiat vorgehen. Gerade bei einem Schlauchtboot ist die vom Hersteller angegebene Schaftlänge einzuhalten. Denn ein Schlauchtboot hat naturgemäß einen sehr geringen Tiefgang. Das hat zur Folge, dass sich hier die Strömungsbedingungen von einem Sportboot nicht ohne weiteres übertragen lassen. Auch Veränderungen am Spiegel haben weitreichende Folgen und sollten vorher mit dem Hersteller abgestimmt werden.

Warum sind manchmal Spiegelkorrekturen nötig?

Direkt über der Schiffsschraube befinden sich kleine "Flügelchen". Sie bilden die sogenannte Antikavitationsplatte. Diese Platte sollte ca. zwischen 0 cm und 30 cm unterhalb des Bootsrumpfes liegen. In dieser Lage saugt der Außenborder das Wasser für den Vortrieb richtig an. So wird gewährleistet, dass der Motor keine Luft von der Oberfläche ansaugen kann und somit leerläuft. Sitzt diese Platte jedoch zu tief, verursacht der darüber liegende Schaft Schwingungen im gesamten Motor. Das Fahrverhalten wird dadurch negativ beeinflusst und kann auch zu Schäden am Motor führen.

Angaben vom Bootshersteller

Die Verwendung von Bootsmotoren mit Langschaft oder mit Kurzschaft sind bei der Konstruktion der meisten Boote schon berücksichtigt worden. Daher geben fast alle Hersteller von Sportbooten die empfohlene Schaftlänge im Handbuch an. Auch die Trimmung des Motors wird dort erwähnt. Sollten doch kleine Änderungen am Spiegel nötig sein, ist darauf zu achten, dass die Züge der Lenkung sowie alle anderen Zuleitungen nicht beeinträchtigt werden. Im Zweifelsfall lohnt sich ein beratendes Gespräch beim Bootshändler.