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Welcher Außenborder eignet sich für mein Boot?

Welcher Außenborder eignet sich für mein Boot?
2 months ago No comments

Boote gibt es viele: Schlauchboote, Aluboote, kleine Segelboote oder auch Yachten und Angelboote. Je nach Vorliebe und Verwendungszweck sind unterschiedliche Boote gefragt. Und damit diese auch ideal angetrieben werden, sind verschiedene Motoren notwendig. Schließlich kann eine Yacht nur schwerlich mit einem kleinen 3 PS Motor angetrieben werden. Andersrum ist ein 300 PS starker Motor wohl ein wenig übertrieben, um ein leichtes Schlauchboot für zwei Personen anzutreiben. In diesem Beitrag bieten wir eine hilfreiche Übersicht und ein paar Anhaltspunkte für den passenden Aussenborder zu jedem Bootstyp. weiterlesen

Außenborder für Schlauchboote

Schlauchboote erfreuen sich unter Hobby-Skippern großer Beliebtheit. Sie sind relativ preisgünstig, einfach in der Handhabung und im Aufbau. Zudem lassen sie sich in der Wintersaison recht platzsparend lagern, da man einfach die Luft rauslassen und den Rumpf zusammenfalten kann. Außerdem sind Schlauchboote in verschiedenen Längen erhältlich und bieten bequem Platz für bis zu 6 Personen.

Doch wie motorisiert man sein Schlauchboot am besten?

Dabei kommen einige Faktoren ins Spiel, die berücksichtigt werden sollte. Zum einen natürlich, ob ein Sportbootführerschein vorhanden ist oder nicht.

Hat man keinen, ist die Auswahl des Motors nämlich auf alles bis 15 PS begrenzt. So viel darf in Deutschland ohne einen Sportbootführerschein gefahren werden. In diesem Falle sollte man überlegen, wie viele Personen im Durchschnitt auf dem Boot Platz finden sollen. Denn das Gewicht der Passagiere wirkt sich auf die Antriebskraft des Motors aus. Sind es weniger als 4 Personen kann schon ein 5 oder 6 PS Motor mehr als ausreichend sein. Bei 4 oder mehr Personen sollte eher ein 9 PS oder gar das Maximum von 15 PS gewählt werden, um die nötige Power zu bekommen. Neben dem Gewicht der Insassen spielt allerdings auch das Wetter und der Wellengang eine entscheidende Rolle. Herrscht stürmischer Gegenwind, kommt auch ein starker Motor nicht auf die maximale Geschwindigkeit. Wer also vorrangig auf ruhigen Gewässern wie der Lauenburgischen Seenplatte fährt, kann getrost einen kleinen Motor wählen.

Wer nun einen Sportbootführerschein besitzt, darf Motoren jenseits der 15 PS Begrenzung führen. Für Schlauchboote wird ein Maximum von etwa 30 PS empfohlen, um das Boot noch gut kontrollieren zu können. Bei Schlauchbooten mit Aluboden kann man mit 4 Passagieren und einem 30 PS Außenborder sogar noch Wasserski fahren. Noch mehr Speed gibt's bei einem Schlauchboot mit Luftboden. Näher kann man dem Gefühl zu fliegen auf dem Wasser kaum kommen.



Außenborder für RIBs

RIBs haben nichts mit Grillen zu tun. Vielmehr sind RIBs sportliche Boote, die eine Art Fusion aus Schlauch- und Sportboot darstellen. RIB steht dabei für Rigid Inflatable Boat, also wörtlich übersetzt, ein starres aufblasbares Boot. Dabei ist ein RIB lediglich ein Schlauchboot mit eine Festrumpf aus Aluminium, Kunststoff, Kevlar oder (allerdings selten) Holz. Die Besonderheit: Im Gegensatz zum klassischen Schlauchboot kann ein RIB auch Off-Shore eingesetzt werden und ist dank des Auftriebs der Luftschläuche nur sehr schwer zum kentern zu bringen.

Wie auch beim Schlauchboot hängt die Motorisierung von dem Gewicht und auch der Nutzung des Bootes ab. Da RIB-Besitzer in der Regel mehr Wert auf Geschwindigkeit legen und einen Sportbootführerschein besitzen, sind Festrumpfschlauchboote meist mit einem Motor über 15 PS ausgestattet. Besonders Motoren ab 30 PS sind beliebt und bringen den nötigen Antrieb - selbst in Off-Shore Bereichen.

Da RIBs aber in sämtlichen Größen erhältlich sind, sogar als eine Art Yacht mit über 10 Metern Länge, bieten sich gerade für diese Modelle Motoren mit über 70 PS oder sogar bis zu 300 PS an. So ist ein maximaler Fahrspaß mit Höchstgeschwindigkeiten vorprogrammiert.

Ein RIB mit einem 200 PS Motor

Ein sportliches RIB mit einem 200 PS starken Mercury Außenborder vor der italienischen Küste


Welcher Außenbordmotor passt zu meinem Segelboot?

Segelboote werden zwar in erster Linie durch, logisch, Segel und Windkraft angetrieben. Allerdings sind viele Segelboote mit einem zusätzlichen Außenbordmotor ausgestattet, der ein Vorankommen auch dann ermöglicht, wenn Flaute herrscht oder ein Manövrieren mit dem Segel schlichtweg nicht möglich ist, wie beispielsweise in engen Häfen und Anlegern. Wer dann nicht mit Rudern fahren möchte, findet in einem Außenborder eine bequeme Alternative.

Auch bei der Wahl für einen Außenborder für das Segelboot spielen Gewicht und Wellengang eine Rolle. Da der Motor bei einem Segelboot allerdings eher als "Notlösung" fungiert und nicht als Hauptantrieb, sind meist schon die kleinen Motoren mehr als ausreichend. Wer segelt, ist in der Regel sowieso nicht auf einen Geschwindigkeitsrausch aus. Für kleine Segelboote, beispielsweise Jollen oder Optis, empfehlen sich Motoren bis 5 PS. Diese bringen einen sanften Schub und lassen sich einfach handhaben.Somit sind sie perfekt geeignet um die kleinen Boote auch ohne Segel zu manövrieren.

Für größere Segelboote mit einer Länge von über 15 Meter empfehlen sich kräftigere Motoren bis etwa 40 PS. Für diese ist allerdings ein Sportbootführerschein notwendig. Auch hier gilt: Höchstgeschwindigkeiten sind eher nicht zu erwarten, wenn nur der Motor genutzt wird. Aber das soll im Optimalfall ja auch gar nciht durch den Motor erreicht werden, sondern durch eine kräftige Brise in den Segeln.

Jollen im Hafen von Cannes

Solche Segelboote lassen sich prima mit knapp 40-50 PS in und aus dem Hafen bringen


Die besten Motoren für Anglerboote

Natrülich eignet sich jedes Boot um Angeln. Dennoch bietet ein spezielles Anglerboot einige Ausstattungsmerkmale wie beispielsweise Angelhalterungen, einen Anglerstuhl oder auch Fishfinder und mehr Platz am Heck, was sie zu echten Profi-Booten für Angler macht. Je nachdem wo man angeln möchte, sollte eine mehr oder weniger hohe Motorisierung gewählt werden.

Für das Angeln auf einem See eignen sich Motoren, die sich zwischen 9 und 25 PS bewegen. Da ein See selten über einen hohen Seegang verfügt und beim Angeln eher Ruhe als Geschwindigkeit wichtig ist, reichen diese Motoren meist aus, um die leichten Anglerboote voran zu bringen. Besonders interessant sind hier elektronische Außenborder. Diese sind besonders leise und umweltfreundlich und dürfen sogar auf Gewässern gefahren werden, die eine besonders strenge Abgasregelung haben.

Und was, wenn ich nicht auf einem See angeln will?

Für Fischerboote auf dem Meer, also die Küstenfischerei, sind stärkere Motoren ratsam. Aufgrund des höheren und stärkeren Wellengangs braucht es mehr Power, um zu dem gewünschten Angelterritorium zu kommen. Motoren mit 80 oder mehr PS sind da eine gute Wahl, da sie über die nötige Antriebskraft verfügen.


Übrigens: In der Bedienungsanleitung der Boote muss der Hersteller eine minimale und eine maximale Motorisierung angeben.